Die magischen sechs Wochen

Entgeltfortzahlung bei wiederholten Kurzerkrankungen
Im Jahr 2019 war ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 18,4 Arbeitstage arbeitsunfähig erkrankt, wobei mit 80 % der überwiegende Teil der Krankschreibungen nach zwei Wochen bereits wieder beendet war. Die Gewährung von Entgeltfortzahlung ist in diesen Fällen i. d. R. leicht zu handhaben. Wie verhält es sich aber mit der Entgeltfortzahlungspflicht, wenn Arbeitnehmer aufgrund mehrerer Atteste von verschiedenen Fachärzten länger als sechs Wochen fehlen?
1105
 Bild: Feodora/stock.adobe.com
Bild: Feodora/stock.adobe.com

Voraussetzungen für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall beruht auf § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG. Hier ist geregelt: „Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.“

Weiterlesen mit AuA-PLUS

Um den kompletten Artikel zu lesen benötigen Sie AuA-PLUS.

 

Falls Sie Fragen zu unseren Produkten oder Ihrem Bezugsstatus haben, können Sie unseren Leserservice kontaktieren »

Friederike Kumsteller

Friederike Kumsteller
Rechtsanwältin, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Partnerin, ARVANTAGE – Kanzlei für Arbeitsrecht, Berlin

Dorothee Well

Dorothee Well
Rechtsanwältin, ARVANTAGE – Kanzlei für Arbeitsrecht, Berlin

· Artikel im Heft ·

Die magischen sechs Wochen
Seite 46 bis 49
Ganz aktuell hat sich das BAG (Urt. v. 8.9.2021 – 5 AZR 149/21) mit der Erschütterung des Beweiswerts einer AU-Bescheinigung beschäftigt. Wir ordnen den Fall in...
Bei den Polizeibeamten sind es regelmäßig Tattoos und bei den Lehrern Kopftücher, die für „Ärger“ sorgen. Aber nicht nur im Staatsdienst lauern Fallstricke. Wie...
Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Wären Sie nicht Personaler geworden, was dann?

Dann

Das BVerfG formulierte bereits in einer Entscheidung aus dem Jahr 2020 die Notwendigkeit für Rechtsreferendare, sich „in weltanschaulich-religiöser Hinsicht...
Unabhängig davon, was die künftigen Regierungsparteien bzw. die sog. geschäftsführende Bundesregierung beschließen wird, gilt es schon jetzt aus Sicht des...
Unternehmen haben erkannt, wie wichtig der Aufbau einer Arbeitgebermarke ist. Employer Branding, das haben wir hier ja schon mehrfach andiskutiert, ist nicht...