Die Psychologie der Macht
Carsten C. Schermuly, Haufe, Freiburg im Breisgau, 1. Auflage 2025, 256 Seiten, Preis: 24 Euro
Macht macht etwas mit uns Menschen. Eine immer größere Zahl ist bereit, immer mehr Macht in die Hände von immer weniger Menschen zu legen. Besonders in dieser von Krisen und Unsicherheiten geprägten Zeit scheinen sich viele nach starken Führungspersönlichkeiten zu sehnen. Jedoch kann Macht bei denjenigen, die sie innehaben, geradezu euphorisierend wirken und ein Suchtpotenzial auslösen. Deswegen geben viele sie ungern wieder ab, so Schermuly.
Der Autor ist überzeugt, dass ein guter Umgang mit Macht notwendig und möglich ist, wenn man versteht, wie sie psychologisch funktioniert.
#ArbeitsRechtKurios: Amüsante Fälle aus der Rechtsprechung deutscher Gerichte - in Zusammenarbeit mit dem renommierten Karikaturisten Thomas Plaßmann (Frankfurter Rundschau, NRZ, Berliner Zeitung, Spiegel Online, AuA).
Das Buch ist ein Appell im gesellschaftlichen Alltag, in Organisationen und Zusammenarbeit von Menschen, mit Macht sensibler und verantwortungsvoller umzugehen. Es erklärt, wie Macht auf verschiedenen Ebenen psychologisch funktioniert, macht die psychologischen Wirkungen von Macht transparent und ermöglicht es den Lesern so, bewusster damit umzugehen. Dabei werden u. a. die Fragen beantwortet:
- Welche Ressourcen machen Menschen mächtig?
- Wie verändert Macht unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Verhalten?
- Wen lassen wir in Organisationen zur Macht aufsteigen?
- Wie kann Macht auf Menschen weniger negative Wirkungen entfalten?
- Wie schafft man verteilte Machtstrukturen und wählt die Mächtigen in Organisationen besser aus?
Das Werk zeigt ausdrücklich nicht, wie man schnell an die Macht kommt. Es ist keine psychologische Gebrauchsanweisung, sein Umfeld zu manipulieren, um der nächste Super-Diktator zu werden. Es soll für die Macht und deren Konsequenzen für unsere Psyche sensibilisieren. Es zeigt, wie wir selbst in Machtpositionen manipuliert werden, wie wir uns auf diese vorbereiten und verantwortungsvoller mit Macht umgehen können. Schermuly stellt dafür Informationen aus der psychologischen Forschung zur Verfügung. Denn: Jeder Mensch kann nur selbst sein Verhalten ändern und Verantwortung für eine gute Macht in seinem Alltag übernehmen.
