Häusliches Arbeitszimmer einer Stewardess

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Das FG Düsseldorf hatte zu entscheiden, ob eine Stewardess die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers als Werbungskosten geltend machen kann. Fest stand, dass die Flugbegleiterin sich in dem Arbeitszimmer auf ihre berufliche Tätigkeit vorbereitete. Allerdings hatten die Ermittlungen des Finanzamts ergeben, dass die Klägerin höchstens 51 Stunden im Jahr in ihrem Arbeitszimmer gearbeitet hatte. Bezogen auf ihre Gesamtarbeitszeit machte dies nur 3,1 % aus. 96,9 % ihrer Arbeit verrichtete sie demnach an ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte im Flugzeug oder in der Zeit vor und nach dem Flug im Flughafen. Diese Vor- und Nachbereitungszeit wurde vom Arbeitgeber vergütet.

Das FG Düsseldorf (Urt. v. 4.5.2017 – 8 K 329/15E; Rev. zugelassen, Az. BFH: VI R 46/17) war der Auffassung, dass die Klägerin für Arbeiten in diesem geringen Umfang kein Arbeitszimmer vorhalten müsse. Deshalb wurden die geltend gemachten Werbungskosten nicht anerkannt.

Das Arbeitsrecht unterliegt dem ständigen Wandel der Rechtsprechung. Handwerkliche Fehler sind teuer und vermeidbar. Personalverantwortliche müssen dafür die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten.

Rainer Kuhsel

Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Köln
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Artikel Häusliches Arbeitszimmer einer Stewardess
Seite 235

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