(Kein) Recht auf Unerreichbarkeit im Arbeitsverhältnis?

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Moderne Arbeitsmittel wie Smartphones, Tablets und Laptops sind weit verbreitet – beruflich wie privat. Arbeitnehmer sind deshalb fast immer und überall erreichbar – im Inland im Homeoffice (Stück/Salo, AuA 12/21, S. 14) oder Ausland auf Workation (Stück/Wild Sadsad, AuA 10/23, S. 28), in Arbeitszeit oder Freizeit, Urlaub oder Krankheit. Teilweise bekommen es Arbeitnehmer von ihren Vorgesetzten „vorgelebt“ (Tone from the Top) oder es ist in einigen Unternehmen sogar ein ungeschriebenes Gesetz, immer und überall erreichbar sein zu müssen, jedenfalls für bestimmte Funktionen/Ebenen. Das wirft neue Fragen auf, die unter dem Begriff „Recht auf Nichterreichbarkeit“ oder „Right to disconnect“ diskutiert werden, Gerichte wie Politik „beschäftigen“ und die in diesem Beitrag rechtlich beleuchtet werden.

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 Bild: Lustre/stock.adobe.com
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Die Erhebung oder Erfassung der privaten Mobiltelefonnummer eines Arbeitnehmers (Sachbearbeiter Hygiene/Infektionsschutz im Gesundheitsamt) gegen seinen Willen ist wegen des darin liegenden äußerst schwerwiegenden Eingriffs in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers (Art. 2 Abs. 1 i. V. m.Art. 1 Abs.

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Volker Stück

Volker Stück
Rechtsanwalt, Lead Expert Labour Law & Mitbestimmung, BWI GmbH, Bonn

Christina Salo

Christina Salo
HR Senior Expert, BWI GmbH, Bonn

· Artikel im Heft ·

(Kein) Recht auf Unerreichbarkeit im Arbeitsverhältnis?
Seite 8 bis 12
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