Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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RA Volker Hassel
RA Volker Hassel

sind Sie bereit für Digitalisierung, New Work, Arbeit 4.0? Falls nein, sollten Sie Gas geben: Bis 2030 wird jeder vierte Job in Deutschland nicht mehr existieren. Schon in sieben Jahren werden 17 % der heutigen Berufe verschwunden sein. Weltweit gehen Unternehmen davon aus, dass fast ein Drittel der heutigen Jobs bis 2030 weg ist.

So lautet das Ergebnis der aktuellen Untersuchung „Talent Shift“ der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry. Immerhin: Jeder dritte Arbeitnehmer kann nach Ansicht der befragten deutschen Arbeitgeber ausreichend umgeschult und in einem neuen Bereich eingesetzt werden. Gerade die wegfallenden Jobs sind aber bisher sehr personalintensiv und trotzdem eher einfacher Natur. Das sei der Grund, warum sie zunächst automatisiert, dann digitalisiert und schlussendlich wegfallen würden.

Die Menschen in diesen Jobs sind darum nicht zwingend diejenigen, die deutsche Unternehmen für umschulbar halten. International gehen Arbeitgeber optimistischer an die Herausforderungen der Digitalisierung. Dort meinen die Befragten, dass durchschnittlich 44 % ihrer Mitarbeiter die Voraussetzungen für eine Neuqualifizierung mitbringen.

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat angegeben, Umschulungen für große Teile ihrer Belegschaft künftig eine sehr hohe Priorität einräumen zu wollen. Man möchte die Arbeitnehmer für neue Aufgaben fit machen und damit im Unternehmen halten. Gleichzeitig hat ein Drittel der Befragten die Relevanz zwar erkannt, räumt groß angelegten Umschulungen aber eine niedrigere Priorität ein. Und 12 % sagen, dass solche Qualifizierungsmaßnahmen für sie nicht infrage kommen. Das verwundert.

Viele deutsche Arbeitgeber (41 %) sind der Ansicht, dass Technologie Menschen zum Großteil irrelevant machen wird. Gleichzeitig sagen aber 83 % der Befragten, dass diese Technologien eine Vielzahl neuer Jobs für Hochqualifizierte schaffen werden. Und vier von fünf sind sich sicher, dass gerade durch diese Entwicklung Unternehmen menschliche Fähigkeiten in einer neuen Form schätzen werden.

Man sieht: Es ist allerhöchste Zeit, die Belegschaft entsprechend zu entwickeln.

Um sich in Sachen aktuelle Entwicklungen, Agilität, neue Beschäftigungsformen, Arbeitswelt von morgen etc. weiterzubilden, kann ich Ihnen den Kongress Arbeitsrecht am 19./20. Februar wärmstens empfehlen, s. S. 68, 94/94 und/oder unter www.kongress-arbeitsrecht.de. Wir sehen uns in Berlin!

Einen innovativen und informativen Februar wünscht

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