Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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 Bild: Elnur/stock.adobe.com
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sind Sie ein Superheld? Ich denke schon, denn es geht um die Helden im Unternehmen – auch und nicht zuletzt im Bereich HR. Da Sie diese Zeilen und diese Zeitschrift lesen, gehe ich davon aus, dass Sie zu der auserwählten Gruppe gehören!

Wenn Unternehmen Leistung beurteilen, glauben sie fast immer, dass ein Großteil der Belegschaft eine durchschnittliche Leistung bringt. Jüngere Untersuchungen legen aber vielmehr nahe, dass es nur einige wenige Leistungsträger gibt, die den Löwenanteil des Erfolgs ausmachen. Dr. Nico Rose, Hochschullehrer an der International School of Management (ISM) in Dortmund, ist sich sicher: Dies hätte tief greifende Konsequenzen, schließlich müssten Leistungsmessung, Vergütungssysteme und Mitarbeitergewinnung komplett umstrukturiert werden. Das „Pareto-Prinzip“ lasse sich auf viele Bereiche im Unternehmen anwenden: 80 % der Aufgaben werden in 20 % der Zeit erledigt oder 20 % der Produkte sorgen für 80 % des Umsatzes. In der Personalarbeit und im Management sei die Annahme, dass ein kleiner Teil der Arbeitnehmer für einen überproportionalen Teil des Outputs verantwortlich ist, noch nicht angekommen. „Unternehmen müssten deutlich mehr Ressourcen aufwenden, um die wenigen Top-Performer zu finden und zu halten. Wohingegen es vergleichsweise unwichtig wird, viele Ressourcen in die Gewinnung der breiten Masse zu stecken“, so Rose.

Es sind insbesondere auch Super-Personaler – wie Sie – gefragt. Denn viele Personalentscheider agieren vor allem (zu) kurzfristig, so das Ergebnis einer weltweiten Befragung von 600 HR- und Personalexperten durch die Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry. Nur ein Viertel der Unternehmen organisiert danach Einstellungen von Fach- und Führungskräften über einen längeren Zeithorizont als ein Jahr. 40 % planen sogar nur für einen Sechsmonatszeitraum, wen sie ins Unternehmen holen wollen. Und das, obwohl die Mehrheit der Meinung ist, dass die Einstellung von Mitarbeitern für neue Rollen in der Zukunft wichtiger sei als das unmittelbare Füllen aktueller Vakanzen. Ein Grund: 22 % der Befragten meinten, die langfristigen Ziele des eigenen Unternehmens gar nicht zu kennen – und damit auch keine adäquate Planung entwickeln zu können ... Und 61% der Befragten gaben an, dass mehr Geld für die Weiterbildung der aktuell Beschäftigten als für die Anwerbung externer Kandidaten ausgegeben wird. Allerdings hat nur weniger als die Hälfte der Unternehmen formalisierte Weiterbildungsprogramme für Menschen gestartet, deren Funktion sich bereits deutlich verändert hat.

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Es liegt also einiges im Argen – Super-Personaler, übernehmen Sie!

Einen Super-August wünscht

RA Volker Hassel

RA Volker Hassel
Chefredakteur, Arbeit und Arbeitsrecht, HUSS-MEDIEN GmbH

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