Schadensersatzanspruch

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In einem vom BFH (Urt. v. 25.4.2018 – VI R 34/16) entschiedenen Fall hatte der Arbeitnehmer gegen seinen Arbeitgeber einen Schadensersatzanspruch, der auf einer überhöhten Einkommensteuerfestsetzung gegenüber dem Arbeitnehmer beruhte. In diesem Fall liegt beim Mitarbeiter kein Lohnzufluss vor, wenn ihm ein Schaden dadurch entstanden ist, dass die Einkommensteuer ohne die Pflichtverletzung oder unerlaubte Handlung des Arbeitgebers niedriger festgesetzt worden wäre. Allerdings trägt der Steuerpflichtige die objektive Feststellungslast, dass die Ersatzleistung des Arbeitgebers der Erfüllung eines tatsächlich bestehenden Schadensersatzanspruchs diente, weil der entsprechende Sachverhalt in der Sphäre des Arbeitnehmers liegt.

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Sandra Peterson

Sandra Peterson
Steuerberaterin, Referent Lohnsteuer, ZF Group, München

Rainer Kuhsel

Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Köln

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Artikel Schadensersatzanspruch
Seite 669
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