Tankgutscheine

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Ein Arbeitgeber hatte seinen Arbeitnehmern einmal im Jahr acht Tankgutscheine im Wert von je 44 Euro ausgegeben. Die Gutscheine waren jederzeit einlösbar und nicht personengebunden. Bei der Ausgabe wurden die Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass sie nur einen Gutschein pro Monat einlösen dürfen. Da damit aus Sicht des Arbeitgebers die monatliche 44-Euro-Freigrenze für die Zuwendung von Sachbezügen eingehalten war, erfolgte keine Lohnversteuerung. Nach Ansicht des Finanzamts floss der Gesamtwert der Gutscheine in dem Monat der Ausgabe an die Arbeitnehmer zu. Die Freigrenze war überschritten und die Zuwendung lohnsteuerpflichtig. Das Sächsische FG (Urt. v. 9.1.2018 – 3 K 511/17) bestätigte den Lohnzufluss bereits im Zeitpunkt der Ausgabe. Die Empfänger der Gutscheine haben damit die wirtschaftliche Verfügungsmacht erhalten, die durch den Hinweis des Arbeitgebers nicht eingeschränkt wurde. Deshalb sollte man pro Monat nur einen Tankgutschein ausgeben und den Arbeitnehmern keine weiteren Sachbezüge, die zu einem Überschreiten der 44-Euro-Freigrenze führen, zukommen lassen.

Um den Arbeitsaufwand in Grenzen zu halten, stellt Ihnen unser Referententeam jedes Quartal im Rahmen unseres Webinars „Update Rechtsprechung Arbeitsrecht“ die aktuellsten Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts und der Landesarbeitsgerichte zusammen.

Sandra Peterson

Sandra Peterson
Steuerberaterin, Referent Lohnsteuer, ZF Group, München

· Artikel im Heft ·

Tankgutscheine
Seite 541
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