Angemessener Zuschlag für Nachtarbeit

Ein Zuschlag i. H. v. 25 % auf den jeweiligen Bruttostundenlohn bzw. die Gewährung einer entsprechenden Anzahl von bezahlten freien Tagen stellt ohne das Vorliegen besonderer Umstände, die auf eine höhere oder geringere Belastung schließen lassen, regelmäßig einen angemessenen Ausgleich für geleistete Nachtarbeit i. S. v. § 6 Abs. 5 ArbZG dar. Bei Erbringung der regulären Arbeitsleistung in Dauernachtarbeit erhöht sich der Ausgleichsanspruch regelmäßig auf 30 %.

BAG, Urteil vom 9. Dezember 2015 – 10 AZR 423/14

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Bild: AlcelVision/stock.adobe.com
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Problempunkt

Der Kläger ist als Kraftfahrer beschäftigt. Die beklagte Arbeitgeberin besorgt in der weltweiten Versand- und Zustellkette ihrer Unternehmensgruppe den Transport mit großen LKWs zwischen den größeren Niederlassungen und den Hauptumschlagbasen (HUBs) in Deutschland. Der Kläger fährt überwiegend im Linienverkehr auf der Nachtroute zwischen einer Niederlassung und einer HUB. Meistens arbeitet er zwischen 20.15 Uhr und 6.00 Uhr, wobei er zwischen 1.10 Uhr und 2.10 Uhr Pause hat.

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