Arbeitgeber muss nicht über Steuernachteile aufklären

1. Der Arbeitgeber schuldet keinen Schadensersatz, wenn er nicht von der Wahlmöglichkeit der Pauschalierung der Lohnsteuer für geringfügig Beschäftigte nach § 40a Abs. 2 EStG Gebrauch macht.

2. Will der Arbeitnehmer eine Pauschalbesteuerung sicherstellen, hat er von sich aus nachzufragen oder eine entsprechende Vereinbarung mit seinem Arbeitgeber zu verhandeln.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BAG, Urteil vom 13. November 2014 – 8 AZR 817/13

1106
Bild: grafikplusfoto/stock.adobe.com
Bild: grafikplusfoto/stock.adobe.com

Problempunkt

Die verheiratete Mitarbeiterin erhielt im Zeitraum von März bis Oktober 2010 monatlich 400 Euro, insgesamt 3.200 Euro. Sie legte dem Arbeitgeber auf Aufforderung ihre – auf die Steuerklasse III ausgestellte – Lohnsteuerkarte für das Jahr 2010 vor. Das Unternehmen machte nicht von der Wahlmöglichkeit der Pauschalierung der Lohnsteuer für geringfügig Beschäftigte nach § 40a Abs. 2 EStG Gebrauch. Es rechnete vielmehr das bezogene Entgelt nach Steuerklasse III ab und übermittelte die Lohnsteuerbescheinigung an das zuständige Finanzamt. Hierdurch sparte der Arbeitgeber insgesamt 64 Euro (2 % Pauschalsteuer auf 3.200 Euro).

Weiterlesen mit AuA-Digital

Um den kompletten Artikel zu lesen benötigen Sie AuA-Digital oder AuA-Complete. Mehr Informationen zu unseren Produkten »

 

Falls Sie Fragen zu unseren Produkten oder Ihrem Bezugsstatus haben, können Sie unseren Leserservice kontaktieren »

Redaktion (allg.)

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Arbeitgeber muss nicht über Steuernachteile aufklären

Mit dem Anstieg der Corona-Infektionszahlen wird erneut der Vorteil der Berufstätigen deutlich, die ihrer Arbeit auch im Homeoffice nachgehen können

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Sinkende Umsätze

Zu Beginn der Krise stand insbesondere die Einführung von Kurzarbeit und die damit einhergehende Beantragung von

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Ein Pfleger war auf eigenen Wunsch hin bei einem Pflegeheim als selbstständiger freier Mitarbeiter beschäftigt und erhielt ein Honorar

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Kapitalgesellschaften mit i. d. R. mehr als 2.000 Arbeitnehmern haben einen paritätisch besetzten Aufsichtsrat zu bilden