Erwerb verbilligter Aktien durch Arbeit­nehmer als Arbeitslohn

1. Werden einem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber (oder einem Dritten) verbilligt Aktien „für“ seine Arbeitsleistung überlassen, führt dies zu Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit.

2. Lohnsteuerbarer Vorteil ist der Betrag, um den der tatsächliche Wert der Aktien den vereinbarten Kaufpreis übersteigt.

3. Für die Ermittlung des lohnsteuer­baren Vorteils sind grundsätzlich die Wertverhältnisse bei Abschluss des für beide Seiten verbindlichen Veräußerungsgeschäfts maßgebend.

(Leitsätze des Bearbeiters)

BFH, Urteil vom 7. Mai 2014 – VI R 73/12

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Bild: beeboys/stock.adobe.com
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Problempunkt

Arbeitnehmer und Finanzamt stritten darüber, ob und in welcher Höhe Ersterem ein geldwerter Vorteil aus dem Erwerb von Aktien durch dessen Ehefrau anzusetzen sei.

Der Kläger war als abhängig Beschäftigter im Vorstand einer AG tätig. Der Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzende der AG veräußerte in den Jahren 1997 und 1998 aus seinem Privatvermögen an Mitarbeiter, ehemalige Arbeitnehmer, deren Angehörige, Gesellschafter sowie an Geschäftsfreunde Aktien der AG. Im Streitjahr 1997 erwarb auch die Ehefrau des Klägers Aktien von ihm. Die Arbeitgeberin sah hierin keinen lohnsteuerlich beachtlichen Vorgang.

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