Anzahl weiblicher DAX/MDAX-Vorstandsmitglieder seit 2016 mehr als verdoppelt

Bild: pixabay.com
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Die Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder in deutschen börsennotierten Unternehmen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Während 2016 noch 27 weibliche Vorstandsmitglieder ermittelt werden konnten, stehen 2021 64 Frauen an der Spitze der deutschen Wirtschaft. Bezüglich der Verantwortung für operative Geschäftsbereiche ist jedoch ein Rückgang zu verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Korn-Ferry-Untersuchung.

Je 32 Frauen sind Mitglied eines DAX- und eines MDAX-Vorstands, 24 von ihnen leiten gegenwärtig das Personalressort. 13 weibliche Chief Financial Officer sind Mitglied im Vorstand. Weitere Verantwortungsbereiche sich u. a. Recht und Compliance, IT, Operations und Technologie. Einzige weibliche CEO ist Martina Merz von Thyssen-Krupp (MDAX). Die Spanierin Bélen Garijo ist ab Mai 2021 designierte Vorstandsvorsitzende bei Merck (DAX). Insgesamt verantworten nur 14 weibliche Vorstandsmitglieder einen operativen Geschäftsbereich – 2016 war es noch jedes dritte weibliche Vorstandsmitglied.

In sieben DAX-Vorständen (23 %) gibt es nach wie vor keine weiblichen Mitglieder (2016: 50 %). Im MDAX haben 25 von 60 Unternehmen einen Vorstand mit mindestens einem weiblichen Mitglied – 58 % der MDAX-Vorstände sind nach wie vor nur mit männlichen Mitgliedern besetzt (2016: 88 %).

44 % der weiblichen DAX-Vorstandsmitglieder haben eine andere Nationalität als die deutsche, im MDAX sind es 22 %. Neben der Förderung von Diversität durch internationale Einflüsse im deutschen Topmanagement sollten Unternehmen in Deutschland jedoch die Entwicklung eigener weiblicher Talente auf Vorstandsniveau vorantreiben.

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Im Vergleich zum Vorjahr stiegt hierzulande die Zahl der weiblichen Mitglieder in den Vorständen der 160 DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen von 50 auf

Mutterschutz auch für Geschäftsführerinnen und weibliche Vorstandsmitglieder – das fordert der Bundesverband der Personalmanager (BPM).

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