Arbeitsbelastung im Homeoffice

Bild: pixabay.com
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Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zum 24. November müssen Arbeitnehmer erneut überall dort, wo es möglich ist, im Homeoffice arbeiten. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat nun die Arbeitsbelastung und weitere belastende Aspekte unter 1.000 Beschäftigten im Homeoffice erfragt.

Fast ein Drittel der Befragten gab an, dass die Arbeitsbelastung durch die Situation im Homeoffice gestiegen ist. Besonders belastet ist die Altersgruppe 40-49. Hier trifft das bei 42,4 % zu. Nur jeder Zehnte empfindet, die Belastung als geringer. In der Gruppe der über 65-Jährigen ist für mehr als drei Viertel die Belastung unverändert. Im Durchschnitt aller Altersgruppen sind es lediglich 58,7 %.

Größte Belastung ist fehlender Kontakt zu Kollegen
Über die Hälfte aller Befragten belastet der fehlende Kontakt zu Kollegen, gefolgt von Bewegungsmangel (34,1 %) und Vermischung von Privatem und Beruflichem (30,8 %). Kaum, nämlich nur für 1,2 %, relevant ist dagegen, dass Angebote zur Gesundheitsförderung entfallen. Immerhin noch jeder Zehnte sieht das Feedback, das er im Homeoffice zu seiner Arbeitsleistung bekommt, als unzureichend an.

Unterschiede in der empfundenen Belastung zeigen sich auch je nach Bevölkerungsdichte. In Gebieten mit hoher oder sehr hoher Bevölkerungsdichte gab etwa ein Drittel der Befragten an, dass die Arbeitsbelastung gestiegen ist. In Regionen mit niedriger oder sehr niedriger Bevölkerungsdichte war es nur etwa ein Viertel. Auch der Anteil, für den die Situation unverändert ist, war in letztgenannten Regionen mit 62,2 % bzw. 73,3 % deutlich höher als in erstgenannten, wo sie bei 55,3 % bzw. 57,5 % lag.

Der Blick auf die Schulbildung zeigt, dass vor allem die Arbeitsbelastung von Menschen mit Abitur gestiegen ist. 9,9 % sehen einen eindeutigen Anstieg. Bei Personen mit Mittlerer Reife bzw. Hauptschul- oder ohne Abschluss waren es lediglich 5,9 % bzw. 3,2 %.

Frauen stärker belastet
Außerdem gaben Beschäftigte im Osten mit über 35 % etwas öfter an, dass ihre Belastung gestiegen ist, als die im Westen, wo es knapp 30 % waren. Dieser Trend zeigt sich auch bei den Angaben gesunkener Arbeitsbelastung: Im Westen trifft dies auf 11,2 % der Beschäftigten zu, im Osten nur auf 8,6 %. Unverändert ist die Situation im Westen für 59,4 %, im Osten für 55,5 %.

Zudem sind Frauen mit 33,3 % häufiger von einer höheren Arbeitsbelastung im Homeoffice betroffen als Männer mit 28,3 %. Für 14,3 % der Männer ist die Belastung sogar gesunken. Bei den Frauen gaben das nur 6,6 % an.

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