Direkt zum Inhalt
Bild: AdobeStock/AUUSanAKUL
Bild: AdobeStock/AUUSanAKUL

Ausbildungsplatznachfrage teilweise gestiegen

Auszubildende werden in vielen Branchen händeringend gesucht. Seit 2016 gehen aufgrund des demografischen Wandels die Zahlen der Schulabgänger zurück. Gleichzeitig beginnen immer weniger von ihnen eine Ausbildung. Ein IW-Kurzbericht vom 11.9.2022 zeigt nun, dass einige Ausbildungsberufe – entgegen dem aktuellen Trend – eine steigende Nachfrage verzeichnen können.

Neun Berufe verzeichnen jedoch eine Entwicklung entgegen dieses Trends. Hier steigt die Ausbildungsplatznachfrage seit 2016 kontinuierlich. Dazu zählen die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Dachdeckerei, Vermessungstechnik sowie Immobilienvermarktung und –verwaltung. Begründen lässt sich dieses Phänomen damit, dass die genannten Berufsfelder zur Lösung aktueller Probleme notwendig sind: Dachdecker montieren bspw. Solarpaneele, Sanitär-, Heizungs- und Klimafachkräfte bauen Wärmepumpen ein und Fachkräfte der Immobilienvermarktung und –verwaltung sind an der Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum beteiligt. Bauberufe werden generell für klimafreundliche Bauvorhaben, insbesondere energetische Sanierungen und den Neubau klimaneutraler Gebäude benötigt.

Für Absolventen sind diese Berufe zudem interessant, da sie stark vom Fachkräftemangel betroffen sind und daher mit einer hohen Jobsicherheit aufwarten können. Zudem liegen die Gehälter im Median oder sogar darüber. Aufgrund der o. g. Bedeutung für aktuelle gesellschaftliche Probleme, wie Klima-, Mobilitätswende und Wohnungsbau, erhalten diese Berufe außerdem mittlerweile eine höhere Anerkennung. Potenzielle Auszubildende nehmen sie daher häufiger als sinnvoll war, was für viele junge Menschen ausschlaggebend bei der Berufswahl ist.

Redaktion (allg.)