Bewerber legen Wert auf Transparenz
Die Zahl der Bewerbungen auf Ausbildungsplätze hat spätestens seit der Corona-Krise spürbar abgenommen. Jedoch sind nicht nur Ausbildungsbetriebe vom Fachkräftemangel betroffen. Wie finden Unternehmen geeignete Bewerber?
Ausschreibung auf die Zielgruppe anpassen
Bereits die Stellenausschreibung sollten Arbeitgeber auf ihre Zielgruppe anpassen. Ein Großteil der Bewerber bis etwa 25 Jahre – die sog. Generation Z – hat oftmals andere Bedürfnisse und Anforderungen als ältere Arbeitnehmer. Jüngeren Menschen sind z. B. Corporate Social Responsibility, Wertschätzung und Zusammenhalt im Team besonders wichtig. Außerdem hat inklusive Sprache einen hohen Stellenwert. Gendern, Barrierefreiheit und ganz generell Diversität kommen nicht nur gut an, sondern werden teilweise vorausgesetzt. Das gilt auch hinsichtlich der visuellen Darstellung des Unternehmens: Gelebte Diversität und Inklusion sollten sich hier widerspiegeln.
Überzogene Anforderungen sind Ausschlusskriterium
Es drängt sich jedoch der Eindruck auf, Arbeitgeber können sich oftmals nicht vorstellen, worauf (potenzielle) Kandidaten Wert legen. Transparenz ist altersunabhängig für alle Bewerber von Bedeutung. Sie wollen nicht die immer gleichen Textbausteine zu „leistungsgerechter Bezahlung“, „flachen Hierarchien“, „spannenden Tätigkeiten“ oder dem „angenehmen Arbeitsumfeld“ lesen, wie die Ergebnisse einer Umfrage von softgarden aus dem vergangenen Jahr unter insgesamt 1.445 Jobsuchenden zeigen. Für über ein Drittel sind unklare Aufgabenbeschreibungen und für 29 % überzogene Anforderungen Ausschlusskriterien. Weitere Gründe, aus denen die Befragten von einer Bewerbung absehen, sind fehlende Angaben zu Homeoffice-Möglichkeiten und zum Gehalt.
Arbeitgeberbewertungen in Ausschreibungen einbinden
Pluspunkte verschafft laut der softgarden-Studie „Candidate Experience 2020“ dagegen die Einbindung von Arbeitgeberbewertungen in die Stellenanzeige. 80 % der Teilnehmer bevorzugten entsprechende Ausschreibungen.
