Employee Wellbeing – wie sich Arbeitsklima und Verhaltenskodex auf die Wechselbereitschaft auswirken

Bild: pixabay.com
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Trotz der noch immer nicht überstandenen Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt steht jeder Zweite einem Jobwechsel aufgeschlossen gegenüber. Das ist das Ergebnis der Studie „A Worker’s Journey“ von SD Worx, die die Einstellung von insgesamt rund 5.000 Angestellten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich erfasst.

Wechselbereitschaft für höheres Einkommen im Osten am größten
Eine Untersuchung von forsa im Auftrag der Jobbörse Jobware zeigt zudem: Fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer würden bei einem finanziell ansprechenden Angebot den Arbeitgeber wechseln. Für einen Teil ist das Einkommen dabei sogar der ausschlaggebendste Faktor. Es gibt jedoch enorme regionale Unterschiede: Während das im Süden nur auf etwas mehr als ein Drittel, im Westen auf 39 % und im Norden auf 41 % zutrifft, ist es im Osten mehr als die Hälfte. In diesem Zusammenhang gilt es allerdings zu bedenken, dass die Gehälter im Osten durchschnittlich am niedrigsten, im Süden dagegen am höchsten sind. Je geringer das zur Verfügung stehende Einkommen, desto mehr macht sich auch ein Plus auf der Entgeltabrechnung bemerkbar.

Employee-Wellbeing-Maßnahmen können entgegenwirken
Diese Wechselbereitschaft ist für Unternehmen ein Alarmsignal. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und War for Talents ist es nicht nur von Bedeutung, neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern auch die bestehende Belegschaft zu halten. Hier können Personalabteilungen mit einer Strategie des sog. Employee Wellbeing eingreifen. Da sich das Wohlbefinden der Beschäftigten u. a. auf ihre Gesundheit, Zufriedenheit und ihre Bindung zum Arbeitgeber auswirkt, ist es aus dessen Sicht ratsam, in entsprechende Maßnahmen zu investieren. Insbesondere Mitarbeiterbefragungen sowie ein Blick auf die Produktivität, Fluktuation und krankheitsbedingte Fehltage können Aufschluss über die Situation im Unternehmen geben.

Mitarbeiterbindung durch Verhaltenskodex
Ein positives Arbeitsklima sowie eine Kultur und Werte im Unternehmen, mit denen sie sich identifizieren können, motiviert Arbeitnehmer zum Bleiben. Dazu gehören ein offener Umgang (auch mit Konflikten), Vertrauen zu Vorgesetzten und dementsprechend keine Angst haben zu müssen, als schwach oder nicht belastbar wahrgenommen zu werden. Die Unternehmenskultur lässt sich auch im Rahmen eines Verhaltenskodex‘ für Unternehmensangehörige implementieren. Ein solcher enthält i. d. R. neben zwingenden gesetzlichen Vorgaben auch interne moralische Richtlinien und trägt zum Zusammenhalt innerhalb der Organisation, zur Attraktivität des Arbeitgebers und eben auch der Mitarbeiterzufriedenheit und damit -bindung bei.

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