Gehaltsentwicklung: Unternehmen reagieren auf Inflation
Die hohe Inflation der vergangenen Monate und steigende Lebenshaltungskosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel zwingen viele Arbeitgeber, die Gehälter in ihren Betrieben anzupassen. Die Personal- und Managementberatung Kienbaum hat das zum Anlass genommen, Unternehmen zur Gehaltentwicklung 2022/2023 zu befragen.
Im vergangenen Jahr reagierten jeweils 77 % der Unternehmen mit einer Anhebung der Fixvergütung sowie der Auszahlung einer steuer- und sozialversicherungsfreien Inflationsprämie. Ein Viertel der Befragten nutzte eine Einmalzahlung, ein Drittel die Einführung zusätzlicher Benefits. Letztere finden sich insbesondere in den Bereichen Mobilität (54 %) und Flexibilität (46 %). Jeweils etwa ein Drittel führte zusätzliche Benefits aus den Bereichen Finanzen und Convenience ein.
Auch die Kombination verschiedener Instrumente war beliebt: Fast zwei Drittel haben sowohl die fixe Vergütung angehoben als auch die Inflationsprämie ausgezahlt. Insgesamt haben drei Viertel der Befragten mindestens zwei Maßnahmen durchgeführt, 9 % sogar alle vier.
Auch für dieses Jahr sieht der Großteil der Unternehmen Handlungsbedarf: Knapp die Hälfte plant die Durchführung weiterer Maßnahmen. Davon wollen 63 % mehrere Instrumente nutzen. Zwei Drittel wollen die Fixvergütung anheben. Jedes zweite Unternehmen will eine Inflationsprämie auszahlen. Fast ebenso viele planen die Einführung zusätzlicher Benefits, nur 14 % eine Einmalzahlung.
