Literaturtipp: Arbeitszeugnisse in Textbausteinen
Seit 30 Jahren stellt dieses Standardwerk ein praxiserprobtes System von über 3.000 Textbausteinen bereit. Mit ihrer Hilfe lassen sich in rationeller Weise die gewünschten wahren Aussagen und Wertungen für ein verständig-wohlwollendes Zeugnis zusammenstellen.
Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil gibt auf ca. 200 Seiten einen umfassenden Überblick über die Zeugnisansprüche, die Grundlagen der Zeugniserstellung und den Inhalt der Arbeitszeugnisse. Anschließend behandeln die Autoren grundsätzliche Probleme der Zeugniserstellung, wie Gestaltungs- und Formulierungsfragen, und gehen auf die Grenzen der Zeugnisanalyse sowie auf den Informationswert bei der Personalauswahl ein. Für die 14. Auflage wurde Teil I überarbeitet und um neuere Erfahrungen der Verfasser aus der Analyse von Originalzeugnissen und aus Zeugnis-Seminaren erweitert. Weiterhin haben die Autoren neuere gerichtliche Entscheidungen eingearbeitet.
Der zweite Teil des Praxisbuchs hält über 3.000 Textbausteine für die schnelle und einfache Zeugniserstellung bereit. Auch dieses Textbausteinsystem ist überarbeitet. Vorhandene Bausteine wurden modifiziert und neue aufgenommen. In die Verhaltensbeurteilung von Tarifangestellten gegenüber Klienten sind nun auch Bausteine speziell für soziale und pädagogische Berufe integriert. Die über 3.000 Textbausteine umfassen Überschrift und Einleitung, Positions- und Aufgabenbeschreibung, Leistungs- und Erfolgsbeurteilung, Sozialverhalten, Beendigungsformel, Dankes-Bedauern-Formel sowie Zukunftswünsche.
Fazit: Eine detaillierte Einführung zur Formulierung und Analyse von Zeugnissen sowie Beurteilungsbögen in Teil I zeigen, worauf es in der Praxis ankommt. Die Textbausteine in Teil II ermöglichen es Personalverantwortlichen, ein Zeugnis im Rahmen des Bewerbungsverfahrens einwandfrei zu analysieren und so Fehlentscheidungen zu vermeiden. Arbeitnehmer können mithilfe der Bausteine die Aussagen in ihren Zeugnissen prüfen oder selbst Formulierungsvorschläge machen.
Von Prof. Dr. Arnulf Weuster und Brigitte Scheer, 14. Auflage, Richard Boorberg Verlag, Stuttgart 2019, 464 Seiten, Preis: 23,80 Euro
Redaktion (allg.)
Ausgabe 7/19
Homeoffice und mobiles Arbeiten
Ortsungebundenes Arbeiten steht nicht erst seit dem Hype um New Work hoch im Kurs. Bei der Etablierung neuer Arbeitsmodelle und dem verschärften Kampf um Fachkräfte kommt man nur schwer an flexibel geregelten Arbeitszeiten und -orten vorbei. Dem steht jedoch oft das Gesetz im Weg – zumindest, wenn die Beteiligten wirklich Neues wagen wollen. Zudem liegt bereits bei der richtigen Verwendung der Begrifflichkeiten einiges im Argen.
Weitere Themen sind:
- „Der EuGH ist aus der Zeit gefallen“
- Der Arbeitsvertrag – Killer der Unternehmenskultur
- „Männlich/weiblich/divers“ – Das dritte Geschlecht im Arbeitsrecht
- Ergänzung zu Kündigungen beim Personalabbau – Freiwilligenprogramme als Alternative
- Automatisierung revolutioniert das Personalwesen – „Personaler müssen zum Change Manager werden“
- Früher ansetzen bei der Mitarbeitergewinnung – Hochschulmarketing
- Wie existenzbedrohende Krisen gelöst werden können – Konflikte in Familienunternehmen
- Die Sogwirkung sinnorientierter Nachwuchsunternehmen – Vom Employer Branding zum CYR-Recruiting
- Umfrage: Das EntgTranspG – ein Papiertiger?
- Arbeitgeber haften vielfach gegenüber Mitarbeitern bei bAV – Hinweisen, aufklären und beraten!
Rechtsprechung:
Natürlich finden Sie im Heft wieder aktuelle Rechtsprechung vom Bundesarbeitsgericht und den Landesarbeitsgerichten, leicht verständlich kommentiert, z. B. zu den Themen:
- Abfindung nach Entlassung während Elternteilzeit (EuGH)
- Verrechenbarkeit von Sozialplanabfindung und Nachteilsausgleich (BAG)
- Unterrichtung Wirtschaftsausschuss – Einigungsstelle (BAG)
- Sachgrundlose Befristung: BAG ändert Rechtsprechung (BAG)
- Nachvertragliches Wettbewerbsverbot und Vorvertrag (BAG)
- Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung (BAG)
- Arbeitsverhältnis durch Beschäftigung nach Berufsausbildung (BAG)
- Schadensersatz wegen überhöhter Steuerfestsetzung (BFH)
- Keine Vorlagepflicht des Rentenbescheids (LAG)
