Megatrends in der Personalgewinnung

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Wer heutzutage als attraktiver Arbeitgeber am deutschen Arbeitsmarkt wahrgenommen werden möchte, muss sich mit innovativen Recruitingmethoden und neuen Bewerbungstechnologien auseinandersetzen. Im Trend liegen digitale Lösungen wie Kandidatensourcing, Evaluation, Talentförderung oder kollaborative Arbeitsmittel. Auch veränderte Erwartungen der Kandidaten an Bewerbungsprozesse nehmen Einfluss. Die Gründe für die Technologisierung der Personalgewinnung liegen in der rasanten Entwicklung der Digitalisierung. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der internationalen Personalberatung Robert Walters.

Videobewerbungsgespräche (Skype-Interviews) werden von Unternehmen am häufigsten verwendet. Seit einigen Jahren nimmt darüber hinaus die Nutzung eines neuen Interviewformats zu: Aufzeichnung von Bewerbungsgesprächen per Video. Hierbei werden Fragen an den Kandidaten weitergeleitet, die er per Video beantworten soll. Personalverantwortliche können sich dies zeitversetzt anschauen, bevor ein persönliches Bewerbungsgespräch angeboten wird.

Neben dem Bewerbungsgespräch setzen Arbeitgeber heute prädiktive (vorhersehbare) Eignungs- und (Online-)Persönlichkeitstests ein. Mehr als die Hälfte aller Kandidaten wurden damit bereits konfrontiert. Eine weitere Möglichkeit, Bewerber zu analysieren, sind spielerische Testformen. 15 % der Unternehmen bauen „Gamification“-Testformen in ihre Recruitingprozesse ein.

Auch Virtual Reality hat ihren Einzug in die Welt der Personalgewinnung gefunden. Einige Unternehmen integrieren realistische Arbeitssimulationen in ihren Recruitingprozess. Bewerber können sich dadurch in die neue Position hineindenken und die genauen Anforderungen und Tätigkeitsbereiche nachvollziehen. 61 % der Kandidaten würden gern einmal an einer simulierten Arbeitssituation teilnehmen. Unternehmen wiederum können mit diesem Verfahren passende Bewerber identifizieren, die am ehesten zur Position passen.

Lesen Sie zu HR-Management und Digitalisierung auch das Interview „Automatisierung revolutioniert das Personalwesen“ im aktuellen Heft AuA 7/19, S. 414.

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