Beschäftigte fordern hybride Arbeitsmodelle
Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygienevorschriften haben viele Unternehmen mobile oder hybride Arbeitsformen ausprobiert. Mittlerweile ist der Wunsch von Beschäftigten nach diesen Modellen konstant hoch, wie die Ergebnisse der Konstanzer Homeoffice-Studie, einer Langzeitstudie mit knapp 700 Erwerbstätigen von März 2020 bis März 2023 in Deutschland, zeigen.
Mehr als zwei Drittel gaben an, dass sich ihre Arbeitssituation diesbezüglich seit Corona verbessert hat. Die Zahl der von den Befragten gewünschten Homeoffice-Tage startete 2020 mit durchschnittlich 2,79, erreichte ihren Höchststand 2022 mit 2,99 und lag 2023 schließlich leicht darunter bei 2,92 Tagen pro Woche. Die Befragten bevorzugten sowohl in diesem (74 %) als auch im Vorjahr (64 %) ein hybrides Arbeitsmodell. 2022 wollte etwa ein Viertel gänzlich von zu Hause aus arbeiten. 2023 waren es 19 %. Ausschließliche Präsenzarbeit wünschen sich 10 %. Im vergangenen Jahr waren es sogar nur 7 %.
Für Arbeitgeber sind diese Ergebnisse insbesondere deshalb relevant, weil die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, für 70 % der Befragten bei der Suche nach einem neuen Job ausschlaggebend ist. Zum Vergleich: 2020 traf das lediglich auf etwa jeden Zweiten zu.
